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Traditionsbäckerei punktet mit familienfreundlichem Arbeitsmodell

Zu unserem Netzwerktreffen am 20. September konnten wir unsere Mitglieder in die Produktionsstätte der Bäckerei und Konditorei Hatscher nach Stavenhagen einladen, um einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Bäckerei zu werfen und zu erfahren, welchen Weg die Bäckerei eingeschlagen hat, um den Fachkräftemangel zu bewältigen.

Unser Gastgeber Christoph Hatscher, Geschäftsführer und Bäckermeister, empfing uns freundlich und erzählte über die Anfänge der Bäckerei, welche 1941 in Stavenhagen gegründet wurde - damals noch bekannt unter dem Namen Bäckerei Brinkmann. Die Traditionsbäckerei in 4. Generation, kann mittlerweile auf eine über 80-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Das Team der Bäckerei besteht aus ca. 100 Mitarbeitern*innen, darunter vier Auszubildende, welche in der Bäckerei und in den 16 Filialen und Cafés tätig sind. Besonderen Wert legt Christoph Hatscher auf das Traditionshandwerk in seiner Backstube. Denn anders als in Industrieprodukten, bestehen die Rezepturen in der Bäckerei & Konditorei Hatscher zum größten Teil aus Monokomponenten, fernab von Fertigbackmischungen. Auf die Frage wie das Unternehmen den Fachkräftemangel auffängt, nannte Herr Hatscher zwei wichtige Komponenten, die sich für Ihn als erfolgreich gezeigt haben. Zum einen hat er in der Bäckerei und Konditorei vor zwei Jahren ein neues Schichtmodell eingeführt, so dass es neben der Nachtschicht auch eine Schicht gibt, die komplett am Tag produziert. So kann die Bäckerei auch für Familien und berufstätige Mütter ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Weiterhin hat er sehr gute Erfahrungen mit Quereinsteigern machen können, welche die vielfältigen und abwechslungsreichen Arbeitsschritte in der Bäckerei erlernen können und so zu wichtigen Bestandteilen des Teams geworden sind. In der gesamten Bäckerei hat demnach ein Umdenken stattgefunden, um sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Die seit diesem Jahr bestehende Mitgliedschaft im Regionalen Unternehmensnetzwerk möchte er außerdem nutzen, um Nachwuchskräfte zu generieren.

Neben dem regulären Sortiment kreiert Herr Hatscher in seiner Backstube einmal im Jahr eine Besonderheit, wie z.B. den „Stemhäger Räucherling“ ein Vollkornbrot aus geräucherten Roggenkeimen. Das Brot hat einen leichten rauchigen Geschmack und wird im Glas gebacken & verkauft. Für das nächste Jahr plant Christoph Hatscher eine Kreation aus Hartweizen, welchen er direkt von einem Landwirt aus der Region bezieht.  Während der anschließenden Führung durch die Bäckerei durften wir einen Blick auf den Lieferbereich, das Lager, die Teigherstellung und -lagerung und die Brotanlage werfen. Besonders beeindruckt waren wir von den großen aneinandergereihten Etagenöfen der Bäckerei. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Soljanka und belegten Brötchen konnten wir den Nachmittag in entspannter Runde ausklingen lassen. Neben einem „Stemhäger Räucherling“ als Gastgeschenk gab es zudem noch einen nützlichen Tipp vom Bäckermeister: Brot lagert man am besten im Tontopf, damit es wenig Feuchtigkeit verliert und lange frisch bleibt.

Für die tolle Gastfreundschaft und die interessanten Einblicke möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Christoph Hatscher und seinem Team bedanken!