Besonders positiv und daher unbedingt erwähnenswert war die sehr lebendige Dynamik im Raum: viele konkrete Praxisfragen, direkte Beispiele aus unterschiedlichen Branchen und ein intensiver Austausch darüber, was KI im Betrieb tatsächlich leisten kann – und wo klare Leitplanken notwendig sind. Genau diese Mischung prägte die Veranstaltung: Chancen und Einsatzfelder wurden ebenso greifbar wie die Herausforderungen der täglichen Anwendung.
Als KI-Trainerin zeigte Katrin Berndt systematisch, welche Einsatzmöglichkeiten sich in Unternehmen ergeben (z. B. in Kommunikation, Wissensmanagement, Prozessunterstützung oder Kundenkontakt). Gleichzeitig adressierte sie zentrale Risiken, die in der Praxis oft zuerst auftauchen: insbesondere Schatten-KI sowie die Notwendigkeit einer geschützten Arbeitsumgebung, in der KI verantwortungsvoll und DSGVO-konform genutzt werden kann.
Im Mittelpunkt stand ein klar strukturierter 4-Schritte-Fahrplan für die Einführung von KI – von der Bedarfsermittlung über erste Pilotprojekte bis hin zur skalierbaren Umsetzung. Ergänzt wurde dies durch Sofortmaßnahmen, mit denen die Teilnehmenden bereits am Folgetag erste Anwendungen testen konnten. In einer Gruppenübung wurden außerdem bestehende Schatten-KI, geeignete Aufgaben und Abteilungen sowie passende Anwendungsfälle für die jeweiligen Betriebe identifiziert.
Den konkreten Lösungsrahmen dazu lieferten Stefan Siewert und Karsten Böhm von der advandas Consulting GmbH. Sie gaben Einblicke in laufende KI-Projekte und zeigten, wie ein geschlossenes, DSGVO-konformes Sprachmodell sicher im Unternehmen betrieben werden kann. Gerade dieses Zusammenspiel – Einordnung, Use-Case-Orientierung und Verantwortungsrahmen durch die KI-Trainerin sowie technische Lösung und Umsetzungsbeispiele durch advandas – machte die Inhalte besonders greifbar. Für Fragen aus dem Plenum nahmen sich beide Experten viel Zeit und gaben konkrete Impulse für nächste Schritte im Betrieb.
Der Workshop machte deutlich: KI ist operative Realität – und wird für Unternehmen dann besonders wertvoll, wenn Einführung, Verantwortlichkeiten und Schutzrahmen sauber zusammenspielen. Die vielen Praxisfragen und der offene Austausch zeigen, wie hoch der Bedarf an Orientierung und sicheren Umsetzungswegen ist. Die Begleitung der Unternehmen auf diesem Weg – von ersten Piloten bis zur verantwortungsvollen Integration – wird auch künftig ein Schwerpunkt bleiben.








