Im großen Rathaussaal fand eine interne Schulung zum Thema „KI im Verwaltungsalltag: Sicher und effizient arbeiten“ statt. Bürgermeister und Verwaltung hatten dazu rund 40 Mitarbeitende eingeladen, um einen praxisnahen Einstieg in Künstliche Intelligenz zu ermöglichen und zugleich die Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen Einsatz zu klären.
Geleitet wurde der Workshop von Katrin Berndt, TÜV-zertifizierte AI-Trainerin und Geschäftsführerin des Regionalen Unternehmensnetzwerks RUN e.V. Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungsfälle für den Verwaltungsalltag – etwa das verständliche Umformulieren von Texten („Bürgersprache“), das Strukturieren und Zusammenfassen längerer Inhalte sowie die effiziente Vorbereitung von Dokumenten und internen Arbeitshilfen. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht: KI kann unterstützen, die fachliche Verantwortung und Prüfung bleiben stets beim Menschen.
Viele Teilnehmende hatten nach Angaben der Trainerin erstmals Berührung mit KI und reagierten „begeistert über die Möglichkeiten“. Ein zentrales Ziel der 90-minütigen Einheit war es, eine gemeinsame Basiskompetenz herzustellen, damit alle Mitarbeitenden nach der Schulung denselben Wissensstand haben – und zugleich Motivation entsteht, KI-Tools im Rahmen der Regeln auszuprobieren und für die eigene Arbeit sinnvoll zu nutzen.
Auch das Thema Sicherheit spielte eine zentrale Rolle: Es wurde für Risiken wie unzulässige Dateneingaben in öffentliche KI-Systeme sensibilisiert und ein praxistauglicher Umgang mit Ergebnissen vermittelt – inklusive transparenter Kennzeichnung und menschlicher Kontrolle.
Die Schulung markiert dabei bewusst nicht den Abschluss, sondern den Start eines strukturierten Prozesses: Sie ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer KI-Richtlinie, die in der Verwaltung in Kürze eingeführt werden soll. Damit schafft die Reuterstadt Stavenhagen eine Grundlage, um Chancen der Technologie zu nutzen und zugleich Verlässlichkeit, Datenschutz und Qualität der Verwaltungsarbeit zu sichern.





