Am 28. August 2026 fand auf dem Schulhof der Regionalen Schule Malchin die mittlerweile 4. Hofmesse zur Berufsorientierung statt. Auch in diesem Jahr stand dabei eines im Mittelpunkt: Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in verschiedene Handwerks- und Ausbildungsberufe zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür sind.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Bei bestem Engagement der beteiligten Unternehmen, einer guten Organisation und vor allem durch die aktive Teilnahme der Schülerinnen und Schüler entstand ein abwechslungsreicher und lebendiger Vormittag.
Praxis statt Theorie
Das besondere Konzept der Hofmesse liegt darin, dass Berufsorientierung nicht ausschließlich über Gespräche, Informationsmaterial oder klassische Vorträge stattfindet. Stattdessen können die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren, mitmachen und erleben. Genau das wurde auch bei der diesjährigen Hofmesse wieder deutlich: An den verschiedenen Stationen konnten die Jugendlichen praktische Tätigkeiten kennenlernen, Werkzeuge und Materialien ausprobieren und mit Fachkräften aus unterschiedlichen Branchen direkt ins Gespräch kommen.
Neun Unternehmen und RUN e. V. vor Ort
Insgesamt waren acht Unternehmen sowie der Gastro Burner und RUN e. V. mit unterschiedlichen Mitmachangeboten vertreten: Der GastroBurner lud ein zum lebendigen Live-Workshops: Mit einem Food-Truck, praktischen Übungen und spannenden Einblicken bringt das Team die vielseitige Welt der Gastronomie und Hotellerie direkt zu den Jugendlichen. Ob beim Vorbereiten von Zutaten, dem gemeinsamen Kochen oder dem Mixen alkoholfreier Cocktails – hier konnten sich die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren und hautnah erleben, was das Gastgewerbe zu bieten hat. Die Dill GmbH gab Einblicke in den Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Als praktische Spaßaufgabe konnten die Schülerinnen und Schüler aus PVC-Rohren eine Bank zusammenbauen. Dabei waren Geschicklichkeit und Teamarbeit gefragt. An der Hobelbank zeigte die Tischlerei Sievert, wie vielseitig der Werkstoff Holz ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst ausprobieren, wie Holz bearbeitet wird, und erhielten dabei interessante Einblicke in den Tischlerberuf.
IVS Isolierung Swienty GmbH stellte den Jugendlichen ein eher unbekanntes, aber wichtiges Handwerksfeld vor. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Bedeutung fachgerechte Isolierung und Dämmung haben und welche handwerklichen Fähigkeiten dafür notwendig sind. Bei der Bauschlosserei Buhr war Teamarbeit und handwerkliches Geschick gefragt. Beim Auf- und Abbau einer Metalltreppe konnten die Schülerinnen und Schüler zeigen, wie schnell und geschickt sie dabei sind. Ein kleiner Wettbewerb sorgte zusätzlich für Motivation und Spaß. Reifen Presche brachte ein Fahrzeug und eine Simson mit und zeigte damit den Jugendlichen die Arbeit ganz praktisch. Unter Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler selbst einen Reifenwechsel durchführen – eine praktische Erfahrung, die auch im späteren Leben hilfreich sein kann.
Bei Peene Bau Neukalen wurde es sportlich: Auf Zeit musste ein Pflastermosaik nachgelegt werden. Außerdem galt es, Schüttgüter zu bestimmen und ein Rohrverbundsystem zusammenzuführen. Die Aufgaben kombinierten Wissen, Geschicklichkeit und Teamarbeit. Beim Bauzentrum Schnepf standen verschiedene Rätsel- und Zuordnungsaufgaben auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler mussten Baumaterialien richtig zuordnen und erhielten gleichzeitig Informationen zum Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement.
Ein besonderes Dankeschön gilt an diesem Tag bsb Bau Malchin. Praxisnah und nachhaltig wurde gemeinsam etwas Bleibendes für die Schülerinnen und Schüler geschaffen: Auf dem Schulhof der Regionalen Schule Malchin wurden Fundamente für neue Sitzgelegenheiten gemauert. So konnten die Jugendlichen nicht nur einen Einblick in das Bauhandwerk erhalten, sondern gleichzeitig sehen, wie ihr praktisches Tun direkt der eigenen Schule zugutekommt.
Damit wurde eine breite Palette unterschiedlicher Handwerks- und Berufsfelder abgedeckt. Von Holzverarbeitung und Metallbau über Bau, Isolierung und Reifenservice bis hin zu weiteren technischen und handwerklichen Tätigkeiten konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsbilder kennenlernen. Besonders wertvoll war dabei der direkte Kontakt zu den Unternehmen. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aus erster Hand über Ausbildungswege, Tätigkeiten und die Arbeitswelt zu informieren.
Rund 45 Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Mitmachen ausdrücklich erwünscht“
An der Hofmesse nahmen ca. 45 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen teil. Die Jugendlichen wurden in mehrere Gruppen aufgeteilt und konnten im Laufe des Vormittags die unterschiedlichen Stationen durchlaufen. Das Motto der Veranstaltung könnte kaum passender sein: Nicht nur zuschauen, sondern selbst ausprobieren. Genau diese praktische Herangehensweise machte den besonderen Reiz der Hofmesse aus. Die Schülerinnen und Schüler konnten erleben, dass Handwerksberufe nicht nur aus körperlicher Arbeit bestehen, sondern häufig technisches Verständnis, Kreativität, Präzision, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein erfordern. Gleichzeitig konnten die Unternehmen ihre Berufe und Tätigkeiten auf eine unkomplizierte und authentische Art vorstellen. Gerade für Jugendliche ist dieser direkte Einblick besonders wertvoll, da sie dadurch einen realistischeren Eindruck vom Berufsalltag erhalten.
Unternehmen zeigen Gesicht
Für die beteiligten Unternehmen bot die Hofmesse gleichzeitig die Möglichkeit, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen. Angesichts des zunehmenden Fachkräfte- und Nachwuchsmangels ist eine solche persönliche Begegnung wichtiger denn je. Schülerinnen und Schüler lernen Unternehmen nicht nur als Namen auf einer Liste kennen, sondern erleben die Menschen dahinter und bekommen einen Eindruck davon, was sie in einer Ausbildung tatsächlich erwartet. Für die Unternehmen wiederum bietet die Veranstaltung die Chance, Interesse für ihre Ausbildungsberufe zu wecken und vielleicht sogar den ersten Kontakt zu zukünftigen Praktikantinnen, Praktikanten oder Auszubildenden herzustellen.
RUN e. V. als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft
Auch RUN e. V. war bei der Hofmesse vertreten und konnte damit seine Rolle als Bindeglied zwischen regionalen Unternehmen, Schulen und jungen Menschen unterstreichen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule ist gerade für die regionale Fachkräftesicherung von großer Bedeutung. Veranstaltungen wie die Hofmesse schaffen dafür eine unkomplizierte Plattform und bringen beide Seiten direkt miteinander ins Gespräch.
Ein erfolgreicher Vormittag mit vielen Eindrücken
Am Ende der Veranstaltung konnten die Organisatoren auf einen gelungenen und abwechslungsreichen Vormittag zurückblicken. Die unterschiedlichen Stationen sorgten für Vielfalt, die Schülerinnen und Schüler waren aktiv eingebunden und die Unternehmen konnten ihre Berufsfelder praxisnah präsentieren. Besonders positiv war die Atmosphäre auf dem Schulhof: Es wurde ausprobiert, gefragt, erklärt und gemeinsam gearbeitet. Genau diese Mischung aus praktischer Erfahrung und persönlichem Austausch macht die Hofmesse zu einem wichtigen Bestandteil der Berufsorientierung an der Regionalen Schule Malchin.
Fazit
Die 4. Hofmesse der Regionalen Schule Malchin war ein voller Erfolg und hat einmal mehr gezeigt, wie Berufsorientierung funktionieren kann: praktisch, persönlich und direkt. Ein herzlicher Dank gilt daher allen beteiligten Unternehmen, den Organisatoren der Regionalen Schule Malchin, dem GastroBurner sowie allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Die Hofmesse hat gezeigt, dass regionale Berufsorientierung dann besonders gut funktioniert, wenn Schule und Wirtschaft gemeinsam anpacken. Und vielleicht war für den einen oder anderen Jugendlichen an diesem Tag bereits der erste Schritt in Richtung Praktikum, Ausbildung oder sogar zukünftiger Arbeitsplatz dabei.
Denn wer weiß – vielleicht stand der eigene zukünftige Ausbildungsbetrieb am 28. August 2026 schon direkt auf dem Schulhof.










