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Nachrichten

Von Cakepops über LKWs und Melkroboter - Stavenhagen bietet eine tolle Ausbildungsvielfalt

Der Wandertag der Zehntklässler der Reuterstädter Gesamtschule stand ganz im Zeichen der Berufsorientierung. Organisiert durch das Regionale Unternehmensnetzwerk Mecklenburgische Schweiz (RUN) hatten die über 40 Schülerinnen und Schüler an diesem Tag die Möglichkeit sieben unterschiedliche Ausbildungsbetriebe in und um Stavenhagen kennenzulernen.

Bei der OVVD in Rosenow begann der Tag für die Jugendlichen mit einer Fahrt über die Deponie. Begleitet vom Technischen Leiter der zentralen Abfallentsorgungsanlage, Herr Stephan Schütt, konnten sich die interessierten Jungen ein erstes Bild über die Größe der riesigen Anlage machen und sich einen Überblick verschaffen. Anschließend erklärte Herr Schütt die einzelnen Bestandteile der Deponie und informierte die Jugendlichen unter anderem wie die Abfälle mithilfe modernster Technik z.B. von Holz oder Glas getrennt werden und welchen Weg das Unternehmen eingeschlagen hat, um Abfallprodukte wiederzuverwerten. Neben Mechatronikern und Berufskraftfahrern bildet die OVVD außerdem auch Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft aus.

In Klockow begrüßte Familie Gropp acht Mädchen und Jungen auf Ihrem Landwirtschaftsbetrieb. Der bereits in 4. Generation geführte Betrieb hat sich auf die Milch- und Futterproduktion spezialisiert und betreibt außerdem eine eigene Biogasanlage. Über 400 Rinder, darunter ca. 200 Jungtiere werden von Familie Gropp und ihrem Team täglich versorgt. Auf dem Hof lernten die Schülerinnen und Schüler mehr über die vielseitigen Aufgaben in der Landwirtschaft und erfuhren, dass das Melken der Kühe auf dem Hof mittlerweile nicht mehr von Hand, sondern von drei Melkrobotern übernommen wird, die sich direkt im Kuhstall befinden.

Einen persönlichen Einblick in die Versicherungsbranche bekam ein Schüler von Herrn Rech von der Württembergischen Versicherung. Im Büro der Versicherungsagentur stellte Herr Rech den Beruf des Kauffmanns für Versicherungen & Finanzanlagen vor, welchen er bereits seit vielen Jahren in Stavenhagen ausbildet.

Beim Unternehmen DACHSER SE, einem der europaweit führenden Logistikdienstleister, konnten die Schüler ebenfalls hinter die Kulissen des beindruckenden Firmensitzes in Stavenhagen blicken. Sie erfuhren, dass hinter der Logistik nicht nur die allen bekannten blau-gelben LKWs auf den Straßen stecken, sondern auch zahlreiche Mitarbeiter, die beispielsweise in den Büros die Koordination der einzelnen Aufträge übernehmen. Dementsprechend groß ist auch die Vielfalt der möglichen Ausbildungsberufe: neben dem Berufskraftfahrer, dem Fachlagerist und der Fachkraft für Lagerlogistik werden in Stavenhagen auch drei kaufmännische Berufe ausgebildet in den Bereichen Büromanagement, Spedition und Logistikdienstleistung sowie Digitalisierungsmanagement. Während des Rundgangs im Außenbereich, fuhr genau zum richtigen Zeitpunkt ein beladener LKW auf das Firmengelände und die Jugendlichen konnten aus nächster Nähe zuschauen, wie der LKW an die Laderampe andockt, den Anhänger sichert und das Fahrerhaus abkoppelt. Auszubildender Liam schilderte den Schülern aus erster Hand, was ihn dazu bewogen hatte sich bei DACHSER zu bewerben und dass er nun glücklich ist seit diesem September den Beruf des Berufskraftfahrers erlernen zu können.

Bei der Bäckerei und Konditorei Hatscher konnten drei Mädchen direkt in die Produktion des Traditionsbetriebes schnuppern und so Einblicke in den Beruf der Bäckerin und der Konditorin erlangen. Da die Bäckerei seit zwei Jahren auf ein neues Schichtmodell umgestellt hat, bei der nicht nur nachts, sondern auch am Tag produziert wird, war es möglich, dass die Schülerinnen die Produktion miterleben konnten. Eingekleidet mit gelben Firmenshirts und somit kaum zu unterschieden von den übrigen Mitarbeitern, durften die Schülerinnen selbst mit anpacken. So wurden Brötchenteiglinge in Sonnenblumenkerne getaucht, Windbeutel aufgeschnitten und für die Weiterproduktion vorbereitet sowie Teig für Cakepops abgewogen und zu Kugeln geformt. Als Erinnerung an diese Erfahrung konnten die Mädchen zum Anschluss noch selbstgeflochtene Hefezöpfe mit nach Hause nehmen.

Parallel dazu informierten sich je sechs Schülerinnen auch bei der Filiale der Sparkasse über den Beruf der Bankkauffrau sowie im Fritz-Reuter-Pflegedienst über die Aufgaben und den Berufsalltag der Pflegefachkraft. Die Schülerinnen und Schüler hatten an diesen Tag sichtlich Spaß bei den Unternehmensbesichtigungen und bekamen wichtige und richtungsweisende Impulse für ihre zukünftige Berufswahl.